VATH
VATH
Verein für australische Treib- und Hütehunde

Ankörung 2011

20. März 2011 in Bern, auf dem Gelände von Monique und Jack Bauer

Beschrieben – gar nicht objektiv – von Susanne Oppliger

Ich habe mich mit meiner CC (Cloe vom Rheinsheimer Dom, früher genannt Conny, daher jetzt CC) angemeldet, weil ich den Wesenstest absolvieren wollte mit ihr und weil mich, als glühender Fan unserer zweiten ACD-Hündin, eine objektive Meinung über ihre Schönheit aus dem Mund der kompetenten Frau Mosimann sehr interessierte.

Es war ein wunderbarer Frühlingstag, schon fast sorgen musste man sich um die Hitze in den Autos, damit die wartenden Hunde nicht litten. Aber zum Glück waren nicht so viele anwesend, so dass man zwischendurch sehr salopp die Vierbeiner etwas flanieren lassen konnte.

Formwert und Wesenstest wurden parallel durchgeführt, damit möglichst wenig tote Wartezeit entstand.

Gleich zu Beginn habe ich mich leicht über „meinen“ VATH genervt – es gab keinen Grob-Abriss über das Geplante, und das fand ich (und finde es immer noch) schade. Und wenn ich mich erkundige, was geplant ist, geht es mir nicht darum, Lampenfieber oder Angst zu bewältigen, ich will einfach wissen, in was ich meinen Hund manövriere und da würde mir eine Erklärung bei Anwesenheit aller Teilnehmenden genügen, in groben Zügen zu erfahren, mit was der Hund konfrontiert werden wird.
Soviel zu den tröstenden Worten, ich würde das schon bestehen.

Nun, CC hat es natürlich geschafft, und ich fand es schön zu beobachten, dass sie  CC gerade das Verhalten zeigte, von dem Ivo Zürcher sagte, er finde es sehr gut und sinnvoll. Ivo als mein Hundehalter-Evangelium hätte Freude an ihr gehabt.

Der Ausflug in die Stadt war sehr interessant, die Hunde mussten während der Busfahrt ziemlich eng sitzen. Auf dem Hauptbahnhof ging’s hinein in das Treiben. Carmen absolvierte mit allen Teams einzeln eine Runde und es ist unglaublich schön, wenn man sich so sorgenlos durch Menschen schlängeln kann. Carmen hat sehr aufmerksam beobachtet, sie hat auch Aufgaben gestellt, um sich zu vergewissern, wie sich der Hund wirklich verhält. Leider fuhr auf „unserem“ Perron kein Zug ein, aus oder durch, dafür haben wir einer fidelen Männerrunde etwas über den Australian Cattle Dog erzählt.

Ich bin sicher, sie konnten sich einfach merken, dass das ein roter Appenzeller-Bläss war...

Als alle ihren Parcour absolviert hatten, ging die Fahrt zurück in die Felsenau. Dort warteten eben noch der Formwert und das Finale des Wesenstestes.

Es wurde eine ganze Reihe „Opferhunde“ angebunden und man musste mit dem eigenen Hund an möglichst loser Leine passieren, zuerst hatte man als „Puffer“ zwischen den Hunden zu gehen, dann musste der zu bewertende Hund auf der „Hundeseite“ durchgehen. Auch da zeigte CC sich eigentlich wie erwartet, zuerst stellte sie etwas die Bürste, aber es genügte, sie an ihre korrekte Frisur zu erinnern. Beim Rückweg legte sie einen kurzen Fluchtspurt ein, als so ein roter, angebundener Platzhirsch allzu arg seinen Unmut kund tat.

Ich muss hier aber auch gestehen, dass ich extra die Distanz sehr sehr gering hielt, eben um zu sehen, was sie tun würde. Ihrem Wesen entsprechend blieb sie dann, als kein Hund hinterher jagte, erstaunt stehen und betrachtete das Wesen mit ihrem Ausdruck: „Ja spinnst du denn?“.

Beim Formwert war dann einfach spannend zu hören, wie Frau Mosimann die Hunde beschreibt. Das fand ich schon an der Clubschau in Riehen sehr schön. Für jeden findet sie ganz viele gute Sachen und sie hat endlos Nerven, für die Hunde begreife ich ja noch, aber auch für die Halter und Halterinnen.

Es hat Spass gemacht und das anschliessende lustvolle „rumhängen“ an der Sonne mit Kaffee und/oder anderen Getränken war halt schon nach meinem Gusto – in solchen Situationen liebe ich „meinen“ VATH, wenn es so familiär zugeht.