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VATH
VATH
Verein für australische Treib- und Hütehunde
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Arbeitswochenende 2006Um es gleich vornweg zu nehmen: Es war einfach wieder einmal super genial! Allen, die mitgeholfen haben, dass dieses Wochenende überhaupt stattfinden konnte, will ich an dieser Stelle ein ganz herzliches Dankeschön zurufen. Das sicher auch im Namen aller Dabeigewesenen. Für diejenigen, die nicht dabei waren, wird das Nachvollziehen dieses Berichtes etwas schwer fallen. Kann man doch in Worten nicht so recht die Atmosphäre rüberbringen, die das ganze Wochenende über in Wilderswil geherrscht hat. Freitag, 29. September 2006 Freitagnachmittag. Der Verfasser steht in den Startlöchern für das Arbeitswochenende des VATH (Verein Australischer Treib- und Hütehunde) in Wilderswil BEO (Berner Oberland). Regenkleider und Reservewäsche, das ist das wichtigste beim Packen. Alles kannst du vergessen, nur nicht Regenkleider und Reservewäsche. Ausser dem Hund natürlich. Aber unsere Frivole hat auch schon ein Regenmantel bekommen. Das kam daher, weil wir das allererste Mal in Wilderswil noch keine Ahnung hatten. Aber das ist eine andere Geschichte. Ich weiss nicht warum, aber an den Arbeitswochenenden in Wilderswil scheint Petrus auch in den Ferien zu sein oder hat jeweils vergessen seine Dusche abzustellen. Zurück zum Packen: Hundefutter, Reserveleine!?!, Stiefel, Wanderschuhe, Arbeitsprogramm, Reservekleider……. „Haben wir alles Schatz?“ frage ich Beatrice. Zu diesem Zeitpunkt haben wir schon eine Tasche mit Kleidern und zwei Normboxen mit Hundeutensilien und Stiefeln, Reserveschuhen und Regenbekleidung. Das Auto wird beladen und es sieht aus, als wollten wir für zwei Wochen in Urlaub fahren. Egal, nur los, ab nach Wilderswil. Die Fahrt verläuft problemlos und ohne Stau. Aber etwas ist trotzdem anders als letztes Jahr. Nein, nein die Hunde hatten wir schon dabei und auch mein Schatz sitzt neben mir. Ja genau: die Sonne hatten wir gesehen. Zugegeben, nur sehr kurz aber sie war da und es hat nicht geregnet. Kaum waren wir auf dem Parkplatz angekommen, wurden wir vom Balkon des Hotels auch schon von Susanne, Ruedi und Asta begrüsst. Wir waren da! Zimmerbezug, Hunde versäubern und Füttern danach ab in die Gaststube. Nach und nach trafen viele bekannte Gesichter ein. Die grösste Überraschung war aber dann doch, als Matthias mit Finnja und Rucksack bei uns stand. Sie wollten eigentlich erst am Samstag kommen. Schön, dass sie es geschafft haben. Das Essen war auch wie gewohnt super. Ach ja: der Vorstand hatte die Gelegenheit wiederum genutzt, um eine Sitzung halten zu können. Diese fing dann, glaub ich, auch fast mit pünktlicher Verspätung an. Für die anderen fing das Fachsimpeln an und schon bald war es für Zwei- und Vierbeiner Zeit schlafen zu gehen. Die mussten schliesslich am Morgen wieder fit sein. Samstag, 30. September 2006 Das Frühstückbuffet war eine Pracht. Und es regnete! Der Platz war einzurichten und dann ging’s los! Wo bin ich eingeteilt? Wer hat das Programm? Schliesslich waren alle irgendwo untergebracht und waren mit voller Konzentration dabei. Aber warum war der Geräuschpegel der herumrennenden und herumgehenden Hundeführerinnen und Hundeführer so klein? Erraten, es hat aufgehört zu regnen und wir konnten sogar ohne Stiefel herumtoben. In solchen Momenten beneide ich unsere Hunde wirklich. Die haben keine Kleidersorgen. Auch für die Daheimgebliebenen, die nachfolgenden Bilder sprechen für sich:
Ich war natürlich gespannt auf das Vereinsmeisterschafts-Training! Da wurde nach dem Reglement gearbeitet und wir konnten wieder viel profitieren. Frivole durfte anschliessend zum Agility. Huhi, das ist des ACD’s Element, sorry und natürlich auch das der Kelpie’s und allen anderen sportbegeisterten Hunden. Eine Freude jedes Mal, wenn der Hund aus dem Tunnel rennt und die falsche Richtung einschlägt. Nein keine Schadenfreude. Lasst mich ausreden. Die falsche Richtung einschlägt, weil der/die Führer/Führerin am falschen Ort steht oder ein Arm etwas zu weit hinten hat. Ich möchte damit nur sagen, dass ich das fantastisch finde, wie die Hunde eben geführt sein wollen. Ich könnte das auf jeden Fall nicht.
Und dann kam endlich meine Stunde. Nein nicht wirklich meine sondern die von Frivol. Walter hat uns irgendwo an den Rand des Dorfes gelockt. Zusammen mit einer Gruppe Interessierter warteten wir mit grosser Spannung auf das K-Hunde-Training. Und los geht’s. Im Werkhof einer Baufirma hat Walter einen ganzen K-Parcour zusammengestellt und auch sonst viel Lehrreiches mit uns und unseren Vierbeinern gemacht. Es war genial. Sogar die Jüngsten (Hunde) waren mit grossem Eifer dabei. Wunderbar zuzuschauen, wie sie die Schwierigkeiten meistern, als wären sie dafür auf die Welt gekommen. Da soll noch einer sagen, diese Hunde seien Kuh- oder Schaftreiber. Ich habe nur keinen Kelpie auf den Hindernissen gesehen. Aber die waren bestimmt auch dabei. Für die schon etwas routinierteren Hunde war es eine sehr gute Sache. Sie lernten ganz schnell, zusammen mit ihren Führerinnen und Führer, dass sie hier nicht ihre Geschwindigkeit sondern ihren Verstand gebrauchen mussten. Und nach einigen stolpernden Gängen und mit etwas Hilfe, begriffen alle, was da verlangt wurde.
Was? Schon Abend? Ach ja: hatte ich erwähnt, dass wir im T-Shirt arbeiten konnten?
Hunde füttern, duschen, Kleider wechseln und ab zum Essen. Alle hatten einen mega Hunger. Bald waren alle am grossen Tisch installiert und hielten schon Gabel und Messer in der Hand. Aber das dauerte noch etwas. Der Koch hatte sicher Akkordarbeit. Und wer an dieser Stelle glaubt, dass jetzt nur über Hunde, Hundesport, Schönheiten (Hundeschönheiten), Turniere, Richter etc. gesprochen wurde, der hat Recht. Das müsste ja kein VATH-Wochenende sein. Bitte verzeiht mir, wenn ich hier nicht alle Anekdoten wiedergeben kann. Es wurde so schnell gesprochen und ich befand mich da in einer Ostschweizer-Kurve. Hurra endlich essen. Jetzt wo ich wieder Zeit gehabt hätte aufzunehmen, war es still. Mit der fortschreitenden Zeit, die einzelnen schon die Müdigkeit in die Augen trieb als hätten sie und nicht ihre Hunde arbeiten müssen, wurde es immer lustiger. Sogar ans Spielen wurde gedacht. Es galt, durch Umschreibung, Zeichnen oder Mimik einen bestimmten Gegenstand zu erraten. "Warum gerade dieses Spiel?" fragte ich mich selber. Man hätte doch auch jassen können. Aber ich war einfach zu müde um nachzuforschen. Schon am anderen Tag sollte es mir wie Schuppen von den Augen fallen! Sonntag, 1. Oktober 2006 Unser Wecker schleckt mich. Ja! Wirklich! Unser ACD ist wie eine Weckmaschine. (Wer ähnliches mitmacht, soll mich zwecks Gründung einer Selbsthilfegruppe dringend kontaktieren). Also raus aus den Federn und raus mit den Hunden. Komisch, so viele Hunde auf dem Morgenspaziergang haben wir sonst nicht. Und warum sind alle so mürrisch? Genau: es hat angefangen zu regnen!! Fühstücksbuffet wie gehabt. Lecker! Noch schnell Hotel bezahlen, Kleider wieder einpacken und im Auto verstauen und ab auf den Platz. Hier war schon wieder alles in grosser Aufregung. Wer hat sich wo eingeschrieben! Schliesslich waren alle irgendwo….. aber das kennt ihr ja schon von gestern. Agility, Vereinsmeisterschaft nicht mehr, Junghundeerziehung mit Bär, Dogdancing und K-Hund. Alles war wieder dabei. Etwas egoistisch tummelte ich mich mit Frivole natürlich auf dem K-Hunde-Trainingsgelände herum. Den ganzen Vormittag. Immer unter dem kundigen Auge von Walter. Es war genial. Diesmal auch das Wetter. Sonnenschein! Ja wirklich. Die Sonne hat geschienen. Bis ein Team mit NE – Nummern am Auto auf den Platz kam.
Natürlich, das war reiner Zufall. Trotzdem konnte ich mir so am besten merken, wann wir wieder in die Regenklamotten steigen mussten. Im Nu war der Vormittag vorbei und wir begaben uns wieder zum Hündelerplatz. Toll, etwas zu Essen. Und trockene Socken. Als nächstes stand nun der Plauschparcour auf dem Programm. Dass das ein Gruppenparcour ist, wussten die meisten schon und hatten vermutlich noch spät in der letzten Nacht ein Team gebildet. Da waren Namen wie „Champion Kelpies" oder "Best Cattles". Alles Profigruppen. Aussenstehende konnten glatt das Gefühl aufbringen, dass der Verein nun in zwei Teile zerlegt wurde. Was war das Ziel? Das Ganze natürlich auf Zeit. Ist doch klar mit diesen Australiern. Aber aufgepasst, nicht immer sind die Schnellsten die Ersten! Start, durch den Tunnel, gleich danach vier so elend fiese, nahe zusammengestellte Sprünge. Seit wann können Hunde fliegen? Egal, weiter. Der Hund musste auf eine Sitzbank beim Tisch sitzen, bekam eine Serviette umgebunden und der Hundebesitzer musste eine Runde um den Tisch laufen. Klar das kann jeder. Denkste! Auf dem Tisch war ein Gedeck mit allem. Teller, Besteck usw. Und ob das nicht schon schwierig genug gewesen wäre den Hund auf der Bank ins Sitz zu bringen, wurde der Teller noch mit Wurst dekoriert. So: und nun laufen sie, liebe Leserinnen und Leser einmal eine Runde um den Tisch! Als nächstes mussten die Hunde rückwärts durch eine drei Meter lange Schleuse. Markiert war diese mit zwei Stangen links und rechts. Die Art, wie der Hund da rückwärts ging war frei. Zum Teil wurden sie geschoben oder auch, vermutlich mit viel Training vorher, elegant und makellos geführt. Der Rasen hat an dieser Stelle extrem gelitten. Zum Schluss durfte der Hund dann noch einen Ball nach einigen Metern über die Ziellinie schieben, schubsen, tragen, scharren etc. Hei: es war genial.
Ja das war wirklich ein Plauschparcour. Die Hunde durften nun ruhen und die Teams durften noch etwas Punkte holen. Mit einem Spiel. Es mussten mit Pantomime und Worten ein Gegenstand aus dem Hündelerleben gelöst werden. Wem das jetzt bekannt vorkommt, hat Recht. Genau das Spiel wurde Samstagnacht noch gespielt. Wurde da geschummelt? Nein, überhaupt nicht, denn das war der gerechte Ausgleich für die schnellsten Teams. Ich hab ja gesagt, die Schnellsten werden nicht die Ersten sein.
Viel zu schnell ging dieses Wochenende vorüber. Wir hatten, wie sich das gehört für den VATH, wieder einmal von allem Etwas. Etwas für die Seele, etwas für den Körper aber auch etwas für das soziale Wohlbefinden. Etwas Sonne, etwas Regen, etwas Schlaf und sehr gutes Essen. Wir können stolz auf unseren Verein sein. Gedankt habe ich zu Beginn schon allen und was die Organisatorinnen und Organisatoren da geleistet haben, kann man in Worten eh nicht zusammenfassen. Da hilft nur eines, liebe Mitgliederinnen und Mitglieder: Kommt das nächste Mal doch auch mit. Das allein wird der Dank sein. Edi Spycher
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