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Verein für australische Treib- und Hütehunde
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Wanderung von Gächlingen (SH) zum Arbeitswochenende in Wilderswil (BE)Freitag, 30. September 2005 (Tag 6): Brienz - WilderswilWer nun glaubt das im Preis des Hotelzimmers ein anständiges Frühstück mit dabei wäre sieht sich getäuscht: erst auf mein Anfragen hin bemühte man sich mir eine Kleinigkeit aufzutischen. Natürlich war da weder Joghurt, Orangenjus noch irgendwelche Cornflakes oder ähnliches mit dabei, kein Vergleich also mit dem was mir der Gfellenwirt trotz Ruhetag aufgetischt hatte. Ich war masslos enttäuscht und fragte mich ob die Touristen in Brienz wirklich nur wegen der Überschwemmungen und Erdrutsche ausblieben... Auch wenn es trotzdem nicht für den schnellsten Australier reichen sollte: für den letzten Tag hatte ich um für das Arbeitswochenende fit zu sein nur noch eine Halbtagesetappe geplant. Somit kam Finnja zur ersten Schifffahrt ihres Lebens und wir überquerten den See von Brienz nach Iseltwald um dann von dort aus den Rest des Weges noch zu Fuss an unser Zielort Wilderswil zurückzulegen.
Finnja auf dem Schiff in der Nähe der Giessbachfälle Eine besonders schöne Begegnung hatte wir noch kurz vor Interlaken als eine kleine Gruppe älterer Personen auf uns zukam. Aus einer Distanz von etwa fünfzig Metern erschallte plötzlich ein laute Stimme mit den Worten "ooooohhhh, a blue Heeler". Die Tatsache das jemand nicht nur die Rasse sondern auch deren "Zweitbezeichnung" kannte liess schon auf besondere Umstände schliessen. Der Mann von welchem der Ausruf kam erzählte mir dann mit Tränen in den Augen das er ausgewanderter Australier sei und sich durch das unverhoffte Auftauchen von Finnja natürlich sofort an seine alte Heimat erinnert fühlte. Nochmals aufgemuntert von diesem positiven Erlebnis legten Finnja und ich sogar noch eine kleine Ehrenrunde in Interlaken ein bei der sich Finnja ein weiteres Erfrischungsbad gönnte. Die letzten Kilometer bis zur Ankunft in Wilderswil waren dann schnell zurückgelegt so das wir das erste mal in dieser Woche bereits am Nachmittag unser Etappenziel erreichen konnten.
Ziel erreicht! Fazit Abgesehen von den ernüchternden Erlebnissen in Brienz bleiben mir von dieser Woche nur schöne Erinnerungen. Insbesondere die vielen, vielen spontanen, positiven Begnungen mit mir unbekannten Menschen habe ich als echte Bereicherung erlebt. Eine Wanderung wie die oben beschriebene ist mit entsprechender körperlicher und organisatorischer Vorbereitung sicherlich immer noch anspruchsvoll aber durchaus zu schaffen. Ich selbst würde aber bei noch längeren Strecken ab und zu einen Ruhetag einlegen oder etwas kürzere Tagesetappen wählen, insbesondere wenn auch noch ausgeprägte Höhendifferenzen zu überwinden sind. Für mich ist klar, dass ich im Jahr 2006 wieder eine solche Wanderung unternehmen werde: diesmal in umgekehrter Richtung und auf etwas anderem Weg von Wilderswil zurück nach Schaffhausen! |