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VATH
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Verein für australische Treib- und Hütehunde
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Herding Seminar 20. - 23. Juli 2006 mit Larry Painter
Stefan Borkert, Redaktor beim St.Galler Tagblatt und Teilnehmer
am diesjährigen Herding Seminar, hat einen Artikel über die vier
Tage in der Gertau verfasst und veröffentlicht. Dieser kann
hier angeschaut und heruntergeladen
werden. Nachfolgend nun der Erfahrungsbericht von Maya Matter welchen Sie freundlicherweise für den VATH geschrieben hat. Ganz herzlichen Dank an dieser Stelle!
Als ich am Freitag Abend in der Gertau ankam konnte ich gleich zum gemütlichen Teil übergehen, nämlich zum Nachtessen. Passend zum Thema gab’s Lamm aus dem BBQ-Grill. Mmmm, danke Werner, es war super gut. Obwohl ich und auch einzelne andere leider nur wenig Englisch können wurde rege diskutiert. Es war ein gemütlicher Abend und einige hielten es auch bis etwa um 23.30 Uhr aus. Dann verschwanden definitiv alle in der Pferdebox, im Zelt, Wohnwagen oder Zimmer. Am nächsten Morgen um 8.00 Uhr erklärte Larry für die Neuankömmlinge, die am Samstag und Sonntag den Kurs besuchten die Theorie und dann ging’s endlich los. Es waren 13 Teilnehmer, die zweimal ca. 20 min. pro Tag mitarbeiteten. Die Infrastruktur haben Larry, Werner und seine Helfer super aufgebaut. Ein Round Pen und ein Arbeitsgelände mit vielen Hindernissen und Durchgängen. Es waren 5 verschieden Rassen vertreten. Natürlich Cattle Dogs, Kelpies aber auch Aussies, Border Collies und ein Harzer Fuchs.
Es war sehr interessant zu sehen, dass die verschiedenen Rassen auch unterschiedlich arbeiten. Ein paar Teilnehmer waren schon zum zweiten oder dritten Mal dabei und dadurch haben wir verschiedene Niveaus gesehen. Die Stimmung war sehr gut und gemütlich. Das Wetter war ja zum dasitzen und zuschauen super. Es war zwar heiss, aber wasserbegierige (Zwei- und Vierbeiner; Anm. d.Red) haben zwischendurch ein Bad in der Sitter genommen. Ausserdem war die Trainingsanlage unter Bäumen, so dass die Schafe wie auch die Trainierenden und die Zuschauer am Schatten sein konnten.
Nachdem die Fortgeschrittenen bereits am Samstag schon die Hindernisse trainierten, hat Werner für den Sonntag noch einen Pferdeanhänger zum Einpferchen in die Anlage gestellt. Für Regula’s Kelpie haben wir ausserdem die Schafe eng zusammen geschoben um das "Backing" zu üben.
Die Fortschritte der einzelnen Teilnehmer waren unterschiedlich, viel gelernt haben aber bestimmt alle. Die Tatsche, dass beim Hütetraining mit zusätzlichen Lebewesen trainiert wird, macht es sehr schwer für Leute die noch nicht so viel Erfahrung damit haben. Wenn man mit seinem Hund etwas Neues beginnt, ist es für die meisten schwer alles auf ein Mal auf die Reihe zu kriegen – und mit Schafen ist das gleich noch mal was anderes. Ständig ändert sich die Situation da sich die Schafe bewegen. Larry musste in den zwei Tagen an denen ich da war mindestens 500-mal (grins) „Watch the Sheep“ sagen, weil wir alle mehr auf den Hund als auf die Schafe geschaut haben. Koordination und Timing war gefragt. Dass ist anstrengend und gelang nicht allen gleich gut. Dann sind die Hunde natürlich unterschiedlich: die Einen trauen sich mehr, haben mehr Trieb, Interesse als die Anderen.
Es war sehr Eindrücklich, wie ruhig und bestimmt uns Larry gezeigt hat, wie die Übungen gehen. Für uns „Normalos“ vielleicht manchmal ein wenig zu hart. Aber dass ist eben auch der Unterschied vom Farmer, der auf Hunde angewiesen ist die wirklich Arbeiten müssen und uns, die wir an den Schafen üben wollen und das ganze ein wenig lockerer sehen, auch wenn der eine oder andere zu Hause Schafe oder Rinder hat.
Am Sonntag gegen Ende des Kurses waren die letzten Teilnehmer langsam ein bisschen müde, und wir spornten uns mit Sprüchen an noch mal alles zu geben. Auch Larry, der „Tough Rancher“, lachte immer mehr. Ich war nur zwei Tage dabei, aber mir hat’s sehr gut gefallen. Ich möchte dafür Larry, Ursula, Werner und seiner Crew herzlich danken. Hoffentlich bis zum nächsten Mal Maya & Faith
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