Rassebeschreibung Australian Kelpie
Fédération
Cynologique Internationale
Secrétariat Générale : 13, Place Albert 1,
B- 6530 Thuin
FCI- Standard Nr. 293 / 27.4.1998 / D
Übersetzung: Frau Michèle Schneider, durch Dr. J.M. Paschoud
überarbeitet.
Datum der Publikation des gültigen Originalstandards: 11.09.1989
Ursprung:
Australien
Verwendung:
Schäferhund
Klassifikation FCI:
Gruppe 1 Hüte- und Treibhunde (ausgenommen Schweizer Sennenhunde)
Sektion 1 Schäferhunde
Mit Arbeitsprüfung
Allgemeines Erscheinungsbild:
Er ist ein wertvoller, beweglicher, aktiver Hund, dank straffer
Muskulatur in Verbindung mit sehr geschmeidigen Gliedmassen
unermüdlich bei der Arbeit. Keineswegs darf es ihm an Substanz
mangeln.
Verhalten / Charakter (Wesen):
Der Kelpie ist äußerst aufmerksam, voller Eifer und sehr
intelligent. Er ist von sanfter und folgsamer Natur. Seine Energie
ist nahezu unerschöpflich. Er ist sehr treu und sehr ergeben. Er
bringt eine instinktive Begabung für die Arbeit an Schafen mit,
gleich ob im freien Gelände oder innerhalb eines Geheges. Jeder
Gebäudefehler und jeder Wesenzug, der nicht in Übereinstimmung mit
der Hütehundnatur seht, muss als untypisch angesehen werden.
Kopf:
Er steht im Verhältnis zur Größe des Hundes. Der Umriss und die
gesamte Form des Kopfes vermitteln einen fuchsähnlichen Eindruck,
der durch die mandelförmigen Augen gemildert wird.
Oberkopf
Schädel: Leicht gerundet und zwischen den Ohren breit. Im Profil
betrachtet verläuft die Stirn geradlinig auf den Stop zu.
Stop: Betont.
Gesichtsschädel
Nasenschwamm: Seine Farbe ist der des Haarkleides angepasst.
Fang: Klar gezeichnet und gemeißelt; die Fanglänge liegt
vorzugsweise leicht unter der Schädellänge.
Lefzen: Anliegend, klar gezeichnet, ohne Schlaffheit.
Wangen: Weder fleischig noch hervortretend, sondern zum Fang hin
gerundet.
Zähne: Die Zähne müssen gesund und kräftig sein und gleichmäßigen
Abstand zueinander aufweisen. Die unteren Schneidezähne liegen
direkt hinter den Oberen und haben Kontakt mit ihnen, d.h. sie
zeigen Scherenschluss.
Augen: Mandelförmig, von mittlerer Größe und mit klar gezeichneten
Augenwinkeln. Ausdruck intelligent und voller Eifer. Braune, der
Haarfarbe angepasste Augenfarbe. Bei blauen Hunden, ist eine hellere
Augenfarbe zulässig.
Ohren: Die Ohren stehen aufrecht und enden in einer dünnen Spitze.
Das Leder ist dünn, aber am Ansatz kräftig. Sie sind weit
voneinander entfernt angesetzt und die mäßig großen Ohrmuscheln
neigen sich nach aussen; der äussere Rand ist leicht abgerundet. Das
Innere ist gut behaart.
Hals: Der Hals ist von mäßiger Länge, kräftig, leicht gebogen und
verschmilzt harmonisch mit den Schultern. Er ist ohne Wamme. Er
weist einen ziemlich ausgeprägten Kragen auf.
Körper:
Die Rumpflänge, gemessen zwischen Brustbeinspitze und
Sitzbeinhöcker, übertrifft die Widerristhöhe im Verhältnis 10 zu 9.
Oberlinie: Fest und horizontal.
Lende: Fest und gut bemuskelt.
Kruppe: Eher lang und abfallend.
Brust: Eher tief als breit.
Rippen: Gut gewölbt.
Flanken: Tief herabgezogen.
Rute: In der Ruhe muss die Rute in sehr leichtem Bogen herabhängen.
Beim aktiven oder aufgeregten Hund kann sie sich haben, darf aber
auf keinen Fall über die durch die Schwanzwurzel verlaufende
Vertikale erhoben werden. Sie muss eine kräftige Bürste tragen. Sie
ist so angesetzt, dass sie harmonisch in die geneigte Kruppe
übergeht. Sie muss ungefähr bis zum Sprunggelenk reichen.
Gliedmassen:
Vorderhand: Die Vorderläufe müssen muskulös, mit starkem aber nicht
grobem Knochenbau, gerade und parallel sein.
Schultern: Sie müssen trocken bemuskelt sein und gut schräg liegen ;
die Schulterblätter stehen beim Widerrist nahe zusammen.
Obararm: Er bildet mit dem Schulterblatt einen rechten Winkel.
Ellenbogen: Weder ein- noch ausgedreht.
Vordermittelfuß: In der Seitenansicht ist er leicht schräg gestellt,
um eine gleichmäßige Bewegung und einen schnellen Richtungswechsel
zu ermöglichen.
Hinterhand: Sie muss breit und kräftig sein. Von hinten gesehen,
sind die Hintergliedmassen von den Sprunggelenken bis zu den Pfoten
gerade und parallel und weder eng noch weit gestellt.
Knie: gut gewinkelt.
Sprunggelenk: Recht tief angesetzt.
Pfoten: Die Pfoten müssen rund, kräftig und mit dicken
Ballen versehen sein. Die Zehen sind eng aneinanderliegend und
gewölbt. Die Krallen sind kurz und kräftig.
Gangwerk:
Um die nahezu unbeschränkte Kraft und Ausdauer zu erreichen, die
von einem Hütehund bei der Arbeit auf den weiten offenen Flächen
verlangt wird, muss der Kelpie über einen ebenso perfekten Körperbau,
wie ein perfektes Gangwerk verfügen. Jede Tendenz zu kuhhessigen und
fassbeinigen Sprunggelenken oder zu Steifheit, zu einer losen
Schulter, zu einem gehemmten Bewegungsablauf ebenso wie jede Neigung
zum Überkreuzen oder „Stricken“ sind schwere Fehler.
Das Gangwerk muss frei und fließend sein und der Hund muss aus
voller Geschwindigkeit zu plötzlichem Richtungswechsel fähig sein.
Im Trab zeigen die Pfoten mit steigendem Tempo die Tendenz, sich in
Bodennähe anzunähern; sobald der Hund aber ruhig steht, stehen alle
vier Läufe absolut senkrecht (korrekter Stand).
Haarkleid:
Stockhaar mit kurzer und dichter Unterwolle. Das Deckhaar ist
dicht, jedes Haar gerade, hart und flach anliegend, so dass es vor
Regen schützt. Unter dem Körper und bis and die Hinterseite der
Gliedmassen, ist das Haar länger und bildet nahe der Oberschenkel
etwa wie eine leichte „Hose“. Auf dem Kopf (einschließlich dem
Inneren der Ohren), an der Vorderseite der Gliedmassen und der
Pfoten ist das Haar kurz. Am Hals ist es länger und dicker und
bildet einen Kragen. Die Rute muss eine kräftige Bürste tragen. Zu
langes oder zu kurzes Haar ist fehlerhaft. Im Durchschnitt muss das
Haar am Körper 2-3 cm lang sein.

Farbe:
Schwarz, schwarz und loh, rot, rot und loh, falbfarben,
schokoladebraun oder rauchblau.
Größe:
Widerristhöhe für Rüden: 46- 51 cm (ca. 18- 20 ins).
Widerristhöhe für Hündinnen: 43- 48 cm (ca. 17- 19 ins).
Fehler:
Jede Abweichung von den vorgenannten Punkten muss als Fehler
angesehen werden, dessen Bewertung in genauem Verhältnis zum Grad
der Abweichung stehen sollte.
N.b.: Rüden müssen zwei offensichtlich normal entwickelte Hoden
aufweisen, die sich vollständig im Hodensack befinden.
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