Plauschwochenende vom 31. Mai/1. Juni 2003
Erster Tag des Plauschwochenendes (erzählt von Monika Hirschi)
Etwas aufgeregt und nur mit den halben Gedanken bei der Sache,
verstaute ich meine Habseligkeiten für die Fahrt auf den
Weissenstein. Auf dem Weg ging’s dann los: „Ach, die Wanderschuhe
habe ich vergessen, der Regenschutz hängt auch noch im
Kleiderschrank, Fotofilme nicht gekauft......!“ Nun, wir haben ja
schönes Wetter bestellt und überhaupt, ich kann einfach nicht an
alles denken,...entschuldigte ich mich wieder einmal.

Der Grund meiner Amnesie war jedoch Munya. Ich wünschte mir so sehr
auf den Weissenstein zu fahren und gleichzeitig war Munya hoch
tragend, dass ich mir ein schlechtes Gewissen und Sorgen machte,
wegzufahren. Soll ich ja oder nein gehen??!!
Dank meiner lieben Tochter Ilona, die sich bereit erklärte
Munya-Ueberwachungsdienst zu leisten, war ich auf dem Weg zu meinen
Gleichgesinnten.


Jetzt aber zum Weissenstein: Es war lässig, toll, schön, ruhig,
lustig und super organisiert durch unsere liebe Susanne....bitte
Beifall!!!
Zuerst trafen wir uns auf der grossen Terrasse beim Kurhotel. Die
Sonne schien..ach ja, Sonnencrème vergessen...und unter den „alten „
Gesichtern fanden sich Neue ein, die sich für den ACD interessierten.
Wobei doch gesagt werden muss, dass bei einem Ehepaar die Meinungen
noch nicht klar sind. Er war für einen Kelpie und sie für einen ACD.
Nun, man muss halt noch etwas darüber schlafen.
Den Aperitif, Salatteller, Eiscrème und andere Verpflegungen nahmen
wir dann im Restaurant unterhalb des Kurhotels ein.
Wir durften ein Briefing machen, so wie es die grossen Agilitianer
vor einem Wettkampf auch tun. D.h. man geht mit ernstem Gesicht,
tief konzentriert von Posten zu Posten schaut sich alles genau und
kritisch an, überlegt, wie die gestellten Aufgaben anzugehen und am
Besten zu lösen sind. Dann ging’s los. Die Aufgaben waren Folgende:
- Fuss von A nach B
- Tragen des Hundes von A nach B
- Apportieren eines Gegenstandes
- Kunststück nach belieben
- Sprung hin und zurück
- Sitzen, liegen auf dem Boden mit Hund auf dem Schoss. Er muss
entspannt und ruhig sein
- Tragen von einem Gegenstand von A nach B
- Hund an der Leine, Hundeführer mit Champagnerbecher auf
Servicetablett von A nach B gehen ohne auszuleeren
- Hund muss Wurst apportieren. Nach Wunsch mit oder ohne
Plastikverpackung
Ich glaube ich habe nichts vergessen.
Es war sehr interessant die Hunde zu beobachten, wie sie auf das
Wurstapportieren reagierten. Die Einen wollten sie gleich auffressen,
andere schnüffelten daran und kehrten zum Hundeführer zurück. Ob sie
nicht wussten was dieser von ihnen wollte? Oder sagten sie sich:“
Die Wurst hole ich mir schon noch, ich weiss ja wo sie liegt.“ Oder:
„Die bringe ich ihm nicht, sonst wird er sie mir gleich wegfressen."


 Als
alle den Parcours unter den „strengen“ Augen unserer Richterin
Susanne absolvierten, gingen wir nochmals mit den Hunden auf eine
längere Runde. Nach der Rangverkündigung war es auch schon
Abendessenszeit und wir füllten uns die Bäuche mit gutem Speis und
Trank.


Nachdem ich noch bemerkte, dass ich ein versprochenes Foto für
Susanne zu Hause liegengelassen hatte, hiess es für Ditsch und mich
Abschied nehmen. Ich hatte mich nur für einen Tag angemeldet, da ich
bei Munya Nachtdienst hatte. Glücklich über den wunderschönen Tag
fuhr ich nach Hause und legte mich müde auf die Matratze neben der
Wurfkiste. Munya hatte Mühe mit ihrem Bauch, die richtige
Schlafstellung zu finden und weckte mich während der Nacht mehrmals
mit ihrer feuchten Nase auf. Für alle die es noch nicht wissen.
Munya bekam ihre Welpen wie geplant am 2. Juni .
Der zweite Tag des Plauschwochenendes (erzählt von Carmen Saner)
Um 5.45h erwachte ich und hörte die Vöglein singen. Mein erster
Gedanke war, wie ist wohl die Wetterlage: Regen oder...............?
Ich lief zum Fenster und sah alles trocken und die Sonne drückte
sich auch schon hinter den Wolken hervor; juhui noch einmal einen
sonnigen und heissen Tag. Trotzdem Wetterleuchten der letzten Nacht;
wer hätte das schon gedacht ?
Nach einem herrlichen Frühstück vom Buffet, das Zimmer räumen,
bezahlen und ab in die Natur wo viele spannende Sachen auf uns
warteten.
Die noch übrig Gebliebenen von gestern (1 Kelpie, 3 Cattles, 1
Appenzeller – Mix, 1 Corgie, 1 Tervuren, 1 Labarador 1 Mischling und
1 Papillon) durften im Schatten der Bäume und den Boden mit Fragen
geschmückt einen Spaziergang machen; die Fragen waren amüsant und
doch rätselhaft und betraffen das Vereinsleben und unsere schönen
und intelligenten Hunde.
Anschliessend gab es in einer kleinen Waldlichtung eine Erfrischung
für unsere Hunde, nämlich Wasser . Und dies alles hatte Susanne
Oppliger hervorragend organisiert. Ich möchte ihr hiermit einen
grossen Dank für das gelungene Weekend aussprechen.
Zum Abschluss gab es natürlich auch für uns noch eine Erfrischung in
der Sennhütte, wo wir uns den Gaumen verwöhnen liessen. Da die Hunde
von der Hitze etwas müde waren, konnten wir auch das Essen ohne
Zwischenfälle in vollen Zügen geniessen.
Und immer wieder heisst es Abschied nehmen; denn alles Schöne geht
auch mal zu Ende, aber wir können uns ja schon auf den Herbst freuen,
nämlich auf das Arbeitsweekend in Wilderswil bei Interlaken.
Danke allen recht herzlich, die an diesem Wochenende teilgenommen
haben, denn nur so kann auch ein Verein leben oder überleben. |