VATH
VATH
Verein für australische Treib- und Hütehunde

Plauschwochenende vom 26./27. Mai 2007

Es sträubt sich eigentlich alles in mir, als Organisatorin selber einen Bericht über eine Veranstaltung zu schreiben, aber ich tue es dieses Jahr trotzdem.
Dass der Bericht so spät aufgeschaltet werden kann, liegt nicht an unserem Webmaster, sondern an den absolut widrigen Umständen im Zusammenhang mit dem Unwetter vom Juni 07, das über unser Dorf hereinbrach. Nun sind die meisten Schäden behoben und das nächste Treffen mit dem VATH steht schon vor der Tür – da ist es höchste Zeit, über das Letzte zu schreiben.

Ich bin ja immer sehr sehr faul. Das bedeutet, dass ich nur ungern Kisten voller Material für alle Eventualitäten mitschleppe um irgend etwas zu kreieren. Daher sind vielleicht die von mir gesteckten Plauschparcours auch ab und zu etwas fremd anzusehen. Zudem bin ich sehr gwundrig und ich schaue immer gern, wie dann eben die Probleme gelöst werden. Und dann bin ich lange genug in unserem Verein um zu wissen, dass das einfach eine Ansammlung von äusserst engagierten, liebenswerten, motivierten und auch verzeihenden Menschen ist. Weniger schön ausgedrückt aber einfach von Herzen: Die VATHer sind ein absolut lässiger, cooler Haufen! Ich kann mir gar nicht vorstellen, dass es in einem anderen Verein so lustig zu- und hergehen kann.
Das also sind meine Vorgaben.

Angemeldet war noch kaum jemand, aber ich beharrte darauf, die noch freien Zimmer reserviert zu halten. Dann kamen die Anmeldungen. Lauter ACD-Besitzerinnen und Besitzer – schade, dann kann man sich gar nicht so mit den Kelpie-Menschen necken... Also alle Zimmer waren reserviert.
Dann kamen zwei Abmeldungen, die mich sehr traurig stimmten: Walter wurde zuhause gebraucht  und Matthias musste abmelden, weil seine Finja eine Knieverletzung hatte. Er glaubte damals noch, dass die Kreuzbänder operiert werden müssten. Das ist zum Glück nicht so weit gekommen und auch unsere guten Gedanken ins Wallis haben wenigstens nicht geschadet.

Gut, zwei freie Zimmer wären also. Dann kam die Anmeldung von Ivo! Super, der Kelpie-Züchter persönlich. Das war toll. Also ich schrieb ins Hotel: Herr Bickel heisst jetzt Herr Zürcher und reist mit zwei Kindern und diversen Hunden an.
Nathalie quartierte ich von Heimiswil aus bei Monika ein (das kann man ja mit allen Menschen so machen, oder????) – Danke Monika, dass ich von dir noch nie nein hörte.
Simone Marro merkte, dass sie doch ihren Kelpie auch zeigen sollte. Zum Glück kam sie ohnehin mit Nathalie, so konnte ich sie auch gleich noch zu Monika quartieren.
Es gab dann noch weitere Abmeldungen aber immer auch wieder Zuzüge, so dass schliesslich alle Zimmer gefüllt und Monikas Haus nicht überfüllt war.

Die Freude war gross, als ich sah, dass mehrere Welpen anwesend sein würden. Also versuchte ich, etwas auszudenken, bei dem auch die Welpen mitmachen konnten, so dass niemand ausgeschlossen war.
Es war so köstlich zu sehen, wie alle ihre Aufgaben lösten. Da natürlich auch Ruedi immer involviert ist, musste er sein Örgeli mitnehmen. Es gab zur Einstimmung eine Runde Dog-Dancing und dann als Abschluss durfte die Chilbi nicht fehlen: Die erwachsenen Hunde blieben im „Abliegen frei“, ihre Meisterinnen und Meister tanzten im Rund – und: Natürlich blieben sie alle brav liegen. Für die Welpen war es spannend zum Zusehen, was so Zweibeiner alles tun und für ihre Besitzer war es gut zu sehen, in welcher Art sie dann im Verein gefordert werden.
Was mir dieses Jahr wieder nicht gelang: Ich möchte so gerne erleben, dass die Hunde sich – Obrigkeit hin oder her – auf die Cervelats stürzen! Denkste. Die Aufgabe lautete: Hund wartet auf dem Tisch, Besitzer/Besitzerin drappiert auf dem Tisch Cervelats-Rädli auf einen Teller. Einige Besitzer und Besitzerinnen liefen gar noch vom Tisch weg und pflückten Pflanzen zur Dekoration, während ihre Hunde gelangweilt schauten, wann endlich der Teller fertig sei!

Kurz: Ich fand es wunderschön, mit der bunten Gesellschaft zusammen zu sein.
Während dem Nachtessen telefonierte Ivo. Ich wurde leicht blass, als er mir strahlend eröffnete, dass er jetzt eben Michel noch überzeugen konnte, zu uns zu stossen. Es gab ja keine Zimmer mehr! Aber: Ivo sagte, der kann bei mir im Zimmer schlafen, wir haben noch ein leeres Bett! Also, Problem gelöst und die Betreiber des Hotels staunten einfach, wie eine solche Vermehrung möglich ist.

Der Spaziergang am Sonntag war auch eine helle Freude, die nicht einmal getrübt wurde, als wir mitten durch eine eben frisch zur Alphütte gezügelte Kuh-Herde mussten, die Schlussrunde im Gümmenen  dauerte recht lang, war aber ein bisschen traurig, weil die Familie wegzieht.

Das Wetter: Dieses Jahr wurden wir nicht gerade von Sonne verwöhnt, es war auch teilweise recht kühl, am Sonntagmorgen regnete es ziemlich stark, gerade bis wir uns auf die Wanderung machten, ab da war es trocken. Zumindest am Plauschwochenende ist also Petrus Mitglied des VATH.
Carmen brachte Gäste mit, die unsere Rassen beobachten wollten und zum Glück hatte es genügend Hunde, damit sie auch am Parcour teilnehmen konnten. Eine Meldung an Ivo und Regula: Sie werden sich wahrscheinlich für so einen unifarbigen eleganten Hund entscheiden...., aber immerhin fanden sie die schönsten Köterchen der Welt auch nicht übel!Und unabhängig von ihrer Entscheidung: Sie werden wunderbar in unseren Verein passen.
Ich fand das Wochenende sehr schön, habe die Gesellschaft genossen und war glücklich, dass die organisierten Dinge ohne Zwischenfälle abliefen.

Hier eine Vormeldung für das nächste Jahr:

Es könnte mit der Zeit langweilig werden, immer am gleichen Ort und mit den gleichen Gesichtern. Wer also ein Hotel weiss, das in einer Umgebung liegt, wo man Wanderungen für Hoch- und Niederleistungswanderer organisieren kann, genügend viele Meter über Meer, damit das Gras noch nicht zu lang, die Kühe noch nicht zu anwesend, aber die Hunde erwünscht sind, soll sich doch melden. Wer Ideen hat für etwas Plauschiges ebenfalls. Spätestens an der nächsten Mitgliederversammlung werden wir fragen.

Susanne Oppliger, August 2007