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VATH
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Verein für australische Treib- und Hütehunde
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Tag 1: Sargans - Alp VorsiezAm Sonntag Morgen, dem 4. Oktober 2010 bestiegen wir, nachdem ich mich von meiner Frau Claudia am Bahnhof in Schaffhausen verabschiedet hatte, in den Zug nach Zürich. Mit Finnja ist es immer wieder eine Herausforderung durch den Hauptbahnhof zu marschieren, so lange wir in Bewegung sind und die Guetzlireserven ausreichen geht es aber eigentlich ganz gut. Zu meiner Überraschung wuden wir aber von einem jungen Mann angehalten, welcher nicht nur wusste, dass es sich um einen Cattle Dog handle sondern der auch noch wissen wollte, aus welcher Zucht dieser denn stamme. Er erzählte mir, dass seine Mutter auch einen besitze. Und hatte daher entsprechend grosses Verständnis, dass ich nicht zu lange am selben Ort stehen bleiben wollte. Im Zug von Zürich Richtung Chur teilten wir das Abteil mit zwei älteren Damen welchen grossen Gefallen an Finnja fanden: "Die ist ja sooo süss und bestimmt ganz lieb". "Das kann sie tatsächlich sein", antwortete ich. Derweil schaute mir meine vierbeinige Begleiterin mit leicht schräg gestelltem Kopf tief in die Augen während dem ich ein Stück von meinem Gipfeli abbiss und dachte mir, ergänzend zur vorangegangenen Kommunikation: "Vor allem wenn es ums Fressen geht!" Bei herrlichem Spätsommerwetter verliessen wir um 12:30 Uhr den Bahnhof in Sargans und richteten uns für die erste Halbetappe unserer langen Reise ein. Schuhe richtig binden, Karte hervorkramen und Finnja an der Gummileine am Bauchgurt vorgespannt. Ziel an diesem Tag war Weisstannen, ein kleines Dorf welches dem Tal den Namen gab und in südwestlicher Richtung von Mels aus in die Höhe ansteigt.
Nach etwa drei Kilometern durch das ebene Rheintal warteten die ersten Höhenmeter darauf in Angriff genommen zu werden. Da der Rucksack an diesem Tag noch prall gefüllt und somit entsprechend schwer war, die Steigung recht heftig und die Sonne fast senkrecht am Himmel stand wurde schon dieser erste Aufstieg zu einer echten Qual und ich fragte mich, ob denn all die Trainings wirklich nichts genützt haben. Nach gut einer Stunde hatten wir das schlimmste hinter uns und es ging fortan leicht aber stetig ansteigend ins Tal hinein. Leider mussten wir einige Kilometer auf der Haupstrasse marschieren, erreichten dafür Weisstannen aber schon am späten Nachmittag. Inzwischen hatte ich mich von den ersten Strapazen wieder so weit erholt dass ich, in Anbetracht der Tatsache das es noch fast zwei weitere Stunden hell sein würde, beschloss, an diesem Tag noch etwas weiter zu wandern und mir so einen kleinen Vorsprung für den nächsten Tag zu schaffen. Weiter hinten im Tal fand ich auf der Karte die "Alp Vorsiez" eingezeichnet, bestehend aus vielleicht zehn Gebäuden. Da findet sich erfahrungsgemäss immer ein Unterstand, ein Stall mit offener Türe oder eine andere Gelegenheit zum Übernachten und so zog ich hoffnungsvoll weiter. Kurz vor 19:00 Uhr kamen wir an auf besagter Alp Vorsiez und ich durfte feststellen, dass es hier nicht nur eine Übernachtungsgelegenheit im Massenlager gab sondern sogar eine hübsche, kleine Alpbeiz. Der Wirt bot mir zwar an, im Massenlager zu übernachten, der Hund müsse allerdings draussen bleiben. Mit der Antwort auf die Frage, wo denn der Hund die Nacht verbringen könnte war auch gleich klar, wo ich meinen Schlafsack ausrollen würde: in einem Nebengebäude in einer kleinen Abstellkammer von etwa 2 x 1,5 Metern. Trotzdem offerierte mir der Wirt die übrige Infrastruktur uneingeschränkt nutzen zu können, inklusive einer warmen Dusche. Was für eine Wonne schon am ersten Tag! Ob so viel Freundlichkeit wollte auch ich mich erkenntlich zeigen und fand es nur angebracht, noch ein kleines Abendessen aus der Alpküche zu nehmen bevor diese geschlossen werden sollte. Ich bestellte, sehr wohl im Wissen, dafür einen Teil meines Proviantes (anders als geplant) auch am Tag danach mit mir rumschleppen zu müssen, die Spezialität des Hauses: Teigwaren mit hausgemachtem Käse und Apfelmus. Das war so lecker, dass ich das nicht nur jedem Besucher der Alp Vorsiez empfehlen kann, sondern das ich auch gerne das Tragen des zusätzlichen Ballastes in Kauf genommen habe! Falls ihr mal in dieser Gegend seid: die Alp Vorsiez ist (Irrtum vorbehalten über eine asphaltierte Strasse) auch mit dem Auto erreichbar, ich weiss jedoch nicht ob es irgendwelche Einschränkungen gibt um dort hochzufahren. Ein Besuch lässt sich aber auch gut mit einem ausgedehnten und sehr schönen Hundespaziergang ab Weisstannen verbinden.
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