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VATH
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Verein für australische Treib- und Hütehunde
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Tag 2: Alp Vorsiez - Risetenpass - EngiAm zweiten Tag stand mit dem Risetenpass eine erste Überquerung auf über 2000 m.ü.M an. Nach dem Frühstück vor unserem Nachtlager nahmen wir um 9:00 Uhr die etwas mehr als 1000 Höhenmeter Aufstieg in Angriff. Der Weg führte an der ganz hinten im Tal liegenden Alp Obersiez vorbei zu welcher eine stetig ansteigende, angenehm zu gehende und zu Beginn noch asphaltierte Strasse führt. Als wir die Alp erreichten legten wir bereits die zweite kleinere Pause ein und ich liess Finnja die Gegend um die zu dieser Jahreszeit bereits verlassenen Hütten erkunden was sie sichtlich genoss, gab es doch jede Menge zu beschnuppern. Unmittelbar nach dem erneuten Aufbruch begann der Bergwanderweg hoch zum Risetenpass. Anders als in früheren Jahren beharrte ich diesmal nicht auf einem selbst vorgegebenen Pausenintervall sondern unterbrach unseren Marsch jeweils dann, wenn ich es für sinnvoll errachtete. Aufgrund des steilen Anstieges und der merklich dünner gewordenen Luft verkürzten sich daher die zwischen zwei Pausen zurückgelegten Strecken zwar ein wenig, insgesamt benötigten wir aber trotzdem nicht länger. Als wir um die Mittagszeit und noch unterhalb der Passhöhe unsere Mittagspause einlegten schlug Finnja auf einmal Alarm. Weiter unten stiegen zwei andere Berggänger den Weg hoch, die ersten Menschen denen wir begegneten seit dem wir am Vorabend die Gaststätte auf Alp Vorsiez verlassen hatten. Ich grüsste das Paar freundlich als es an uns vorbeiging und schaute den beiden noch eine Weile hinterher um zu erahnen, wo genau der Weg emporführt. Eine Viertelstunde später brachen wir dann selbst auf und kurz bevor wir die erste Passhöhe erreichten realisierte ich, dass die beiden Personen welche uns kurz vorhin passiert hatten offenbar ebenfalls eine Pause eingelegt hatten und grade im Begriff waren wieder aufzubrechen.
Nach einem kurzen Gipfelfoto setzen wir unsere Reise mit dem vorerst noch steilen Abstieg fort und holten schon bald das Paar ein. Knapp eine Stunde gingen wir danach gemeinsam des Weges und unterhielten uns über vergangene Wandererlebnisse. Auf einer weiter unten gelegenen Alp trennten sich dann unsere Wege wieder und ich gönnte uns eine weitere, diesmal etwas längere Pause: Finnja legte sich von sich aus unter den Tisch und hielt ein kurzes Nickerchen. In den vergangenen Jahren hat sie gelernt solche Gelegenheiten zur Entspannung zu nutzen.
Für die nächsten knapp zwei Stunden begegneten wir erneut keiner Menschenseele mehr bis wir kurz vor dem Erreichen der Talsohle in Matt ins erste Dorf einmarschierten. Wie es sich meiner Meinung nach gehört wird Finnja innerorts an die Leine genommen, und das nicht nur wegen unseren Mitmenschen: mitten auf der Dorfstrasse sitzt gemütlich eine Katze welche ihren Platz partout nicht verlassen will obschon wir geradewegs auf sie zusteuern. Ich staune ob so viel Selbstsicherheit und versuche Finnja mit dem Streuen von Guetzli auf mich zu konzentrieren. Uff, ein hartes Stück Arbeit! Obschon ich mein Tagesziel in Matt bereits erreicht hatte setzten wir unsere Wanderung fort in der Absicht etwas von dem am Vortag erarbeiteten Vorsprung mitzunehmen. So suchten wir uns in Engi eine Übernachtungsgelegenheit welche wir im Adler, einem kleinen Gasthaus fanden. Im Zimmer mit Dusche und WC hatten wir dann auch eine erste Gelegenheit erstmals "Waschtag" abzuhalten (diesmal ohne Blasen an den Händen). Danach Finnja füttern, für mich selbst noch ein Toast mit Ziger (wenn wir schon im Kanton Glarus unterwegs sind) und ab ins Körbchen!
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