VATH
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Verein für australische Treib- und Hütehunde

Vereinsmeisterschaft 2011

Edi Spycher hat vor vielen Jahren einmal einen Bericht über das Arbeitswochenende geschrieben und geschildert, wie eigentlich alles bei den Vorbereitungen so war wie immer, aber irgendwie war etwas doch ganz anders. In Wilderswil ist ihm dann aufgefallen was es war: Die Sonne schien!

Etwa so ist es mir ergangen, aber schön der Reihe nach.

Es war eine ganz besondere Vereinsmeisterschaft. Es war die 10., und alle, die angetreten waren, wurden von Hans Peter Reich gerichtet, auch wie immer. Anders war, dass am Vormittag klar wurde, dass die Verbindung Hans Peter Reich und VATH eine speziell gute ist, denn er hatte Ursula Attinger – bevor er wusste, dass wir ja sein 10jähriges Jubiläum auch würdigen wollten – beauftragt, allen Anwesenden einen Apéro zu kredenzen.

Der Vorstand schlug der Mitgliederversammlung vor, Hans Peter Reich zum Ehrenmitglied zu ernennen. Die Freude im Vorstand war gross, dass dies einstimmig und von ganzem Herzen so erfolgte. Wir konnten also mit unserem neuen Ehrenmitglied auf die nächsten 10 Jahre Vereinsmeisterschaft anstossen.

Da die Versammlung länger dauerte als üblich, begann die Meisterschaft erst um 14.45 Uhr. Es hatten sich 19 Team angemeldet, 12 in der Klasse „Anfänger“, 7 in der Klasse „Fortgeschrittene“.

Es war einmal mehr spannend, all die Arbeiten zu betrachten. Es gab auch wieder einige Hunde, die auf die unverkennbare ACD- oder Kelpie-Art auf dem Weg zur geforderten Arbeit waren, aber dann noch schnell etwas bei den Strohballen schauen mussten, um nachher zielstrebig das Begonnene zu beenden. Und natürlich kann ein Cattle Dog oder Kelpie, wenn ihn auf dem Weg zum richtigen Apportierholz irgend ewas an seinen muskulösen Hinterbacken stört, das nicht einfach ignorieren wie ein Labrador! Er muss sich doch schnell hinsetzen, kratzen, und dann weitermachen.

Etwas war aber eben anders als sonst: Eine Aufgabe bei der Vereinsmeisterschaft heisst „Ordnung“. Normalerweise muss man doch alle paar Minuten die Zuschauer daran erinnern, dass sie leiser sein sollen. Es gab dieses Jahr sehr wenige Zuschauer und das irritierte mich sehr. Fanden die Menschen das etwa langweilig? Weshalb nur zollten sie der Meisterschaft so wenig Aufmerksamkeit? Müsste man da etwas ändern? All dies ging mir durch den Kopf. Aber die Antwort fand ich dann schnell... Es war eben ganz anders als sonst, es war traumhaft schönes Wetter und es war einige Grade   ü b e r   Null! Und:  Die Wiese an der Sitter  stand in prächtigem Sonnenschein und eben dort waren alle die Menschen und Hunde, die normalerweise den einzelnen Teams zuschauen. Es war ein Treiben dort – fast wie an einem Plauschwochenende. Und das wiederum muss man fast begreifen, ist es doch sonst in der Gertau an diesem Event in der Regel depressivelig grau und bitterbitterkalt.

So entging halt doch einigen, dass sich sehr bald ein harter Kampf um die Führung ergab, natürlich wie fast immer zwischen Hunden mit Zwingernamen „Wild Willow’s“ und „Sheep scare’s“. Es brach ein Feuer aus, man musste oft fast den Atem anhalten vor Spannung. Die Rangliste zeigte denn auch, dass fünf Teams zwischen 90 und 97 Punkten erzielten und welch tolle Leistungen überhaupt erbracht wurden.

Hans Peter Reich hat in seiner gewohnten Art die Arbeiten bewertet und dem einen oder anderen Team gleich auch noch den einen oder andern Trainingstipp gegeben. Niemand musste mit einem mulmigen Gefühl vom Platz, auch wenn vielleicht das eine oder andere nicht gelang. Er hat auch das, was (noch) nicht  gut gelang, auf eine humorvolle Art kommentiert. Und im Eifer des Gefechtes kann es halt vorkommen, dass nach rechts und nach links verwechselt wird und soll man dann noch linksumkehrt machen oder rechtsumkehrt, ja, da kann halt tatsächlich ein Puff entstehen....

Keine Gehässigkeiten, keine Unfairness, kein unsportliches Verhalten, damit haben alle Teilnehmenden dazu beigetragen, dass mit gutem Gewissen von einer wunderbaren, sportlichen und humorvollen Vereinsmeisterschaft gesprochen werden kann.

Ah, natürlich, wer wurde Vereinsmeister?

Dank Regula Hörler, die das Büro erledigte (zwischendurch noch mit Momo, dem ältesten teilnehmenden Hund und weder Sheep scar’s noch Wild Willow’s, sondern Busligans einen dritten Platz bei den Fortgeschrittenen hinlegte) stand bald fest.

Strahlender Sieger mit einer spitzbübisch lächelnden blauen Partnerin wurde:

Martin Brogle mit Wild Willow’s Koona Kiora mit 97 Punkten!!

Ganz herzliche Gratulation euch beiden.

Bericht verfasst von Susanne Oppliger.